Am 7. April war es wie­der soweit. Mehr als zwan­zig Jugend­li­che wurde die Mög­lich­keit gege­ben, den Stutt­gar­ter Komö­di­ant Özcan Cosar zu tref­fen. Nach einer Begrü­ßung und den ein­lei­ten­den Wor­ten unse­rer Pro­jekt­lei­ter lern­ten wir ihn näher ken­nen. Zu Beginn berich­tete er, wie alles ange­fan­gen hat. Dabei hat er weni­ger den gera­den Weg ein­ge­schla­gen und ist statt­des­sen eher „fünf­glei­sig gefah­ren“. Er pro­bierte ver­schie­denste Arbeits­fel­der aus,erst spä­ter ent­deckte er sein Talent: das Spre­chen. Durch Ver­an­stal­tun­gen und Wett­be­werbe wurde sein Talent deutsch­land­weit bekannt, wodurch er sei­nen Traum erfül­len konnte. „Ich bin glück­lich und zufrie­den, wenn Men­schen über meine Witze lachen. Es ist ein schö­nes Gefühl“. Ohne die Unter­stüt­zung sei­ner Eltern und vor allem auch sei­ner Ehe­frau wäre er jedoch nie so weit gekom­men. In dem Gespräch ging es u.a. auch um tief­grün­dige The­men wie die Anschläge in Paris und andere aktu­elle Ereig­nisse. Er legte uns nahe, dass wir trotz der Pro­vo­ka­tio­nen unsere Emo­tio­nen außen vor las­sen und mit vor­bild­li­chem Beneh­men in der Gesell­schaft vor­an­ge­hen sol­len.
Im Laufe der Zeit wurde ihm bewusst, dass man ihm Gehör schenkt und dass er sei­nen Zuschau­ern etwas auf den Weg mit­ge­ben kann. „Comedy ist mein Jihad (im Sinne von „Bemü­hung“), also mich auf die Bühne zu stel­len und den Men­schen da drau­ßen zu zei­gen, dass wir Mus­lime auch nor­male Men­schen sind und lachen kön­nen“. Dies ist sein Zei­chen, wel­ches er set­zen möchte. Durch die Fra­gen eini­ger Anwe­sen­den wurde deut­lich, dass ihm seine Her­kunft und Reli­gion, zu wel­cher er sich öffent­lich bekennt, wich­tig ist. So hat er oft Ras­sis­mus am eige­nen Leib erfah­ren. Jedes Mal, wenn man ihn fragt, was er ist, würde er am liebs­ten sagen „Ich bin Mensch“. „Meine Ziel­gruppe sind nur Men­schen, die lachen“. In sei­ner Show, in der er Witze sowohl über Deut­sche, als auch über Tür­ken macht, ist jeder will­kom­men und so trifft er in jeder Show auf ein bunt­ge­misch­tes Publi­kum. Egal ob jung oder alt, deutsch oder inter­na­tio­nal – jeder kann lachen.

Obwohl er nicht von sich selbst behaup­tet, ein Vor­bild zu sein, haben wir nach die­sem inten­si­ven Gespräch erkannt, dass Özcan eine Vor­bild­funk­tion für uns hat. Am Ende gab er uns Fol­gen­des mit auf den Weg: „Zwei­felt nie an euren Träu­men und was ihr als Indi­vi­duum und als Teil der Gemein­schaft schaf­fen könnt!“. Nach die­sem tol­len Schluss­ap­pell haben alle Betei­lig­ten den Raum mit einem Lächeln im Gesicht ver­las­sen. Dafür sind wir ihm sehr dank­bar und wir wür­den uns auf ein wei­te­res Tref­fen mit ihm sehr freuen.

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