DIE BILDUNGSINITIATIVE DER GRUPPE ID-ENTITY

Die hier­vor­lie­gende Bro­schüre ist das Ergeb­nis der mehr als zwei­jäh­ri­gen Arbeit der Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen der The­men­gruppe “Iden­tity”. Ein Anlass für die Bil­dungs­in­itia­tive war die Erfah­rung im eige­nen schu­li­schen Sozia­li­sa­ti­ons­pro­zess gewe­sen, dass die islamisch-arabisch-osmanische Geschichte und Kul­tu­ren sowie ihre Bedeu­tung für das westeuropäisch-christliche Abend­land im Unter­richt ent­we­der über­haupt nicht, nur mar­gi­nal oder ein­sei­tig und ver­zerrt dar­ge­stellt wor­den waren. Die feh­lende Berück­sich­ti­gung des eige­nen reli­giö­sen und sozio­kul­tu­rel­len Hin­ter­grun­des wurde als Aus­druck man­geln­der Akzep­tanz und Wert­schät­zung und damit wenig för­der­lich für die Iden­ti­täts­ent­wick­lung wahr­ge­nom­men.

Vor die­sem Hin­ter­grund ent­stand die Idee, mit ihrer Bil­dungs­in­itia­tive zur Iden­ti­täts­fin­dung jun­ger Muslim_innen bei­zu­tra­gen und ihr Bewusst­sein der Zuge­hö­rig­keit zur deut­schen Gesell­schaft zu stär­ken. Die Ver­mitt­lung von Akzep­tanz und Wert­schät­zung ist ent­schei­dend für die Ver­an­ke­rung einer schu­li­schen Will­kom­mens­kul­tur, die eine Grund­vor­aus­set­zung für die Ent­wick­lung von Moti­va­tion und Anstren­gungs­be­reit­schaft ist und damit auch zum schu­li­schen Erfolg der Schüler_innen bei­trägt. Die Bro­schüre bie­tet zahl­rei­che Mate­ria­lien und Anre­gun­gen, sich nach­hal­tig mit The­men der islamisch-arabisch osma­ni­schen Geschichte und ihren viel­fäl­ti­gen Ein­flüs­sen auf Deutsch­land aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ein­ge­wan­derte Wörter- Ara­bisch und Tür­kisch in der deut­schen Spra­che” und Das „Gol­dene Zeitalter- Die Blü­te­zeit islamisch-arabischer Wis­sen­schaf­ten” bil­den die Schwer­punkte der Bro­schüre, die für eine Ein­bet­tung in einen fächerübergreifenden/ fächer­ver­bin­den­den Unter­richt in der Sek I (ab Kl. 9) und Sek. Il auf­be­rei­tet sind.

Zusätz­li­ches beglei­ten­des Workshop-Angebot

Ergän­zend zu den Unter­richts­ma­te­ria­lien wur­den 14 Teilnehmer/innen des JUMA-Projekts fort­ge­bil­det, um mit Schüler/innen im Rah­men eines Work­shop­san­ge­bot ver­tie­fend zu den The­men des Unter­richts­ma­te­ri­als zu arbei­ten. In den Work­shops wer­den die Schüler/innen in alters­ge­rech­ten metho­di­schen Übun­gen, Film­bei­trä­gen und Gesprächs­run­den ange­regt, ein erwei­ter­tes Ver­ständ­nis von Kul­tur und Iden­ti­tät, als dyna­mi­sche und offene Pro­zesse, zu ent­wi­ckeln.

 Ziel­gruppe sind Schüler/innen der 8.-10. Klasse.
 Der Work­shop wird von 2 Trainer/innen gelei­tet.
 Der Work­shop dau­ert bis zu 5 Stun­den. Indi­vi­du­elle For­mate nach Abspra­che mög­lich.

Das Mate­rial ist geeig­net, Kli­schees auf­zu­bre­chen und den Blick für ein­sei­tige und ideo­lo­gi­sche Bewer­tun­gen his­to­ri­scher Pro­zesse zu schär­fen. Pädagog_innen wer­den mit dem Mate­ri­al­an­ge­bot unter­stützt, der sozio­kul­tu­rel­len und reli­giö­sen Hete­ro­ge­ni­tät der Schü­ler­schaft auch mit ent­spre­chen­den the­ma­ti­schen Ange­bo­ten gerecht zu wer­den. Wir wün­schen allen, die mit die­ser Bro­schüre, dem Pla­kat oder Work­shop arbei­ten wer­den, viele neue Erkennt­nisse und natür­lich viel Spaß.

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Aktuelle Berichte aus dem Projekt

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