Frische Theologen braucht das Land

Ein gewal­ti­ger Schritt für die Inte­gra­ti­ons­po­li­tik! Lei­der wird die­ses Stu­di­um der­zeit nur in Osna­brück, Tübin­gen, Frank­furt und Nürn­berg ange­bo­ten. In einem Gespräch mit zwei Stu­den­ten konn­te ich in Erfah­rung brin­gen, dass Osna­brück beson­ders zu emp­feh­len sei.Wer bis­her den Islam in Deutsch­land staat­lich aner­kannt stu­die­ren woll­te, hat­te als ein­zi­ge Opti­on das Fach Islam­wis­sen­schaft zur Aus­wahl. Da die­ser Stu­di­en­gang jedoch meist von irgend­wel­chen nicht­mus­li­mi­schen und sogar dem Islam gegen­über feind­lich gesinn­ten Pro­fes­so­ren gelehrt wur­de, war er für vie­le Mus­li­me nicht wirk­lich attrak­tiv. Mit dem Stu­di­um der Isla­mi­schen Theo­lo­gie soll nun eine neue Alter­na­ti­ve geschaf­fen wer­den, denn die­ser Stu­di­en­gang ist bekennt­nis­ori­en­tiert und basiert auf dem Idschaza‐System. Mit ande­ren Wor­ten: Nur auto­ri­sier­te, mus­li­mi­sche Pro­fes­so­ren, die vom Dach­ver­band Ditib und der Schura‐Niedersachen gewählt wor­den sind, dür­fen unter­rich­ten. (Dar­un­ter: Prof. Dr. phil. Bülent Ucar und Prof. Dr. Rauf Cey­lan)

Offi­zi­el­le Infor­ma­tio­nen gibt es hier:
http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/images/UOS_Islamische-Theologie_2012(3).pdf

Vor allem als Ima­me wür­den sich die frisch­ge­ba­cke­nen Theo­lo­gen wun­der­bar eig­nen. Imam nicht in dem Sin­ne, dass sie ein­fach nur Vor­be­ter sind, son­dern all­ge­mei­ne Bezugs­per­so­nen in Mosche­en, die mit Rat und Tat ihrer Gemein­de zur Ver­fü­gung ste­hen und dort auch unter­rich­ten. Somit sind auch die Damen ange­spro­chen und hier ist der Bedarf sogar noch grö­ßer, als bei den Män­nern! Wie all­ge­mein bekannt ist, beherr­schen die meis­ten Ima­me Deutsch­lands weder die deut­sche Spra­che, noch ken­nen sie sich mit der deut­schen Kul­tur aus und haben auch kei­nen Plan, wie die Gesell­schaft sonst so tickt.
Ich kann mich noch sehr gut dar­an erin­nern, wie ich alles, was mein dama­li­ger “Hod­scha” zu mir gesagt hat, sofort umge­setzt habe. Sein Wort war Gesetz! Gera­de die­se Per­so­nen, die ein hohes Anse­hen in ihrer Gemein­de genie­ßen und stark respek­tiert wer­den, müs­sen sich mit den Pro­ble­men der heu­ti­gen Zeit im heu­ti­gen Land gut aus­ken­nen, um den Jugend­li­chen aber auch den Erwach­se­nen ein Weg­wei­ser für das Laby­rinth des Lebens zu sein.