“Es ist enorm wich­tig für mus­li­mi­sche Jugend­li­che, sich an dem Dia­log, den unse­re Gesell­schaft braucht, zu betei­li­gen” (Mathieu Coque­lin, Demo­kra­tie­zen­trum Baden‐Württemberg)

Unter dem Mot­to “Ich misch mich ein” kamen Ende Janu­ar im Frei­raum Stutt­gart über 40 jun­ge Mus­li­me zusam­men, um dar­über zu dis­ku­tie­ren, wie und wo man sich mehr am gesell­schaft­li­chen Dia­log betei­li­gen soll­te. Moti­viert wur­den sie von Yunus Gül­lü, dem jun­gen Vor­sit­zen­den von JUMA Ber­lin e.V., der dar­über berich­te­te, war­um er sich in Debat­ten betei­li­ge und wie er bei JUMA dazu immer wie­der Gele­gen­heit bekom­me. Denn auch mit “nur” 18 Jah­ren kön­ne man bereits aktiv die Gesell­schaft mit­ge­stal­ten. Anschlie­ßend kamen die Teil­neh­mer selbst zu Wort: Sie berich­te­ten in der Mish‐Bowl dar­über, wie sie sich betei­lig­ten und wo sie auf Schwie­rig­kei­ten sto­ßen. Allen Teil­neh­mern war klar, mit­mi­schen ist not­wen­dig und es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten, um sich aktiv zu betei­li­gen. Auch Künst­ler kön­nen mit ihren Wor­ten mit­mi­schen. New­co­mer im Poe­try Slam, wie Lej­la und Hos­ni­jah zeig­ten ein­drucks­voll, wie stark Wor­te sein kön­nen, um Men­schen zu bewe­gen und die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer konn­ten sich im Anschluss gleich selbst dar­in aus­pro­bie­ren. Ein krea­ti­ver Work­shop misch­te Ober­be­grif­fe und All­tags­si­tua­tio­nen zusam­men und in 9 Arbeits­grup­pen wur­de gereimt, gedich­tet und ges­lamt.

Schließ­lich konn­ten alle Anwe­sen­den auch noch dar­über ent­schei­den, wel­che The­men sie in 2017 stär­ker ange­hen woll­ten. In einem demo­kra­ti­schen Abstim­mungs­pro­zess ent­schie­den sich die jun­gen Mus­li­me für die Top­the­men “Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus” und “Sozia­le Ver­ant­wor­tung und Gemein­schaft”. Die­se bei­den The­men sol­len Diskussions‐ und Kam­pa­gnen­grund­la­ge für die 2tägige Zukunfts­werk­statt im März 2017 in Stutt­gart wer­den, die von der Robert Bosch Stif­tung und der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung geför­dert wird.

Denn unse­re Jugend in Baden‐Württemberg möch­te ihren Bei­trag zu den gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen leis­ten und  mit­mi­schen, wenn es um ihre Belan­ge  geht.