Hor­se­man Lea­dership Trai­ning — unter die­sem Namen hat jeder unter­schied­li­che Erwar­tun­gen, aber wie das Füh­ren eines Pfer­des die Füh­rungs­ei­gen­schaf­ten einer Per­son reflek­tie­ren kann, konn­te sich keine*r der Juma­ner so rich­tig vor­stel­len. Mit Rei­ten hat­te es auf jeden Fall nichts zu tun.

Der Work­shop im Trai­nings­cen­ter Neuf­fer in Heims­heim, star­te­te mit einer kur­zen Vor­stel­lungs­run­de und der Fra­ge nach den Erwar­tun­gen an den Work­shop. Klaus Neuf­fer, Coach und Trai­ner des Work­shops, stell­te den Jumaner*innen anschlie­ßend ihr neu­es Team­mit­glied, den Schim­mel Tequi­la, vor. Als ers­tes wur­de die Auf­ga­be gestellt, einen Parkour aus Leit­ke­geln und Stan­gen auf­zu­bau­en, und dann mit Tequi­la, als Teil des Teams, durch die­sen Parkour zu gehen. Eine Auf­ga­be, die leich­ter aus­sah, als sie war, denn das Team hat­te eini­ge wich­ti­ge Regeln der Team­ar­beit igno­riert: Weder hat­ten sie das Ziel für alle ver­ständ­lich defi­niert, noch waren die Auf­ga­ben klar ver­teilt wor­den. Die ers­te Run­de war ein klei­nes Cha­os und das Füh­ren von Tequi­la stell­te sich kom­pli­zier­ter als gedacht dar.

Beim zwei­ten Durch­lauf klapp­te es dem­entspre­chend bes­ser: Allen Team­mit­glie­dern war klar, wann das Ziel tat­säch­lich erreicht war, jedes Mit­glied hat­te eine defi­nier­te Auf­ga­be und war in den Pro­zess ein­ge­bun­den und Tequi­la folg­te die­sen kla­ren Struk­tu­ren bes­ser.

Danach soll­te sich jeder ein Hin­der­nis oder eine Situa­ti­on in sei­nem Leben vor­stel­len, um dann allei­ne zu ver­su­chen das Pferd und spä­ter auch zwei Pfer­de gleich­zei­tig zu füh­ren. Inter­es­sant war es zu beob­ach­ten, wie die Stär­ken und Schwä­chen jeder Per­sön­lich­keit, durch das Füh­ren des Pfer­des, zum Vor­schein kamen. Wich­tig war es Klar­heit und Fach­lich­keit zu zei­gen, Ver­trau­en zu gewin­nen, auf Pau­sen und Feed­back zwi­schen­durch zu ach­ten, nicht davor zu scheu­en, um Hil­fe zu bit­ten, sowie jedes erreich­te Ziel zu fei­ern, damit der Ansporn auch wei­ter­hin anhielt. Beson­ders begeis­ternd war es zu sehen, wie der Trai­nier in der Lage war, Schluss­fol­ge­run­gen über die jewei­li­ge Metho­dik auf Situa­tio­nen im All­tag zu über­tra­gen und die­se durch indirekte/direkte Anweisungen/Hilfsmittel zu ver­bes­sern.

Das Trai­ning war auf jeden Fall eine beson­de­re Erfah­rung, in dem die Jumaner*innen viel über ihre eige­nen Füh­rungs­qua­li­tä­ten und Team­fä­hig­kei­ten her­aus­fan­den und sich dem­entspre­chend mit mehr Klar­heit und Ansporn wei­ter­ent­wi­ckeln konn­ten. Beson­ders im Hin­blick auf die Ver­eins­grün­dung war die­se eine wich­ti­ge Fort­bil­dung.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön an Klaus Neuf­fer und sein Team von der Aka­de­mie für pfer­de­ge­stütz­tes Coa­ching in Heims­heim.