Jun­ge Mus­li­me in Heil­bronn haben mit Unter­stüt­zung von JUMA ein Demo­kra­tie­spiel mit dem Namen QUARARO ent­wi­ckelt. Es stellt den Spie­len­den nicht nur ver­schie­de­ne demo­kra­ti­sche Ent­schei­dungs­for­men vor, son­dern bie­tet auch die Mög­lich­keit, die­se Ent­schei­dungs­for­men direkt prak­tisch anzu­wen­den. Die Auf­ga­ben die­ser Pra­xis­bei­spie­le stam­men von Jugend­grup­pen und Insti­tu­tio­nen aus unter­schied­lichs­ten The­men­fel­dern. Die Idee ist es in mit wenig Auf­wand fach­li­che Exper­ti­se zu und das spie­le­ri­sche Know­how­von QUARARO nach­hal­tig zusam­men zu brin­gen. Das Netz­werk “Viel­falt stär­ken” in Heil­bronn bie­tet dazu eine gute Ver­net­zungs­platt­form. So kam es auch dazu, dass die ToRe‐Gruppe aus Weins­berg, die sich für Tole­ranz und Respekt an ihren Schu­len im Rah­men der Schul­so­zi­al­ar­beit stark machet ein QUARARO The­men­mo­dul zu eben die­sem The­ma gemein­sam mit dem QUARARO Team ent­wi­ckelt hat.

Spieleabend für Respekt und Toleranz in Stuttgart

Und die­ses Modul kam auch gleich zum Ein­satz. JUMA war einer der vie­len Gestal­ter der Inter­na­tio­na­len Wochen 2019 gegen Ras­sis­mus in Stutt­gart. Am Frei­tag­abend reis­te das JUMA‐QUARARO‐Team auf Ein­la­dung des Forums der Kul­tu­ren gleich mit zwei gro­ßen gel­ben Spiel­eta­schen an. Denn es hat­ten sich vie­le Spie­len­de ange­mel­det.  In zwei Grup­pen mit inge­samt fast 30 Inter­es­sier­ten spiel­ten die alters­ge­misch­ten Grup­pen QUARARO mit dem The­men­schwer­punkt “Tole­ranz und Respekt”. Die Grup­pen­mit­glie­der kann­ten sich noch nicht, aber spä­tes­tens ab Spiel­rei­he B war das kein Pro­blem mehr. Es wur­de wild dis­ku­tiert und ver­han­delt. Schließ­lich muss­te ein Kon­sens erreicht wer­den und kei­ne rote Veto‐Karte durf­te mehr gezügt wor­den sein. Das war schon um eini­ges schwie­ri­ger als das Sys­te­mi­sche Kon­sen­sie­ren, das die Teil­neh­men­den in Rei­he A als Ent­schei­dungs­form gewählt hat­ten. Zwei wei­te­re Auf­ga­ben­rei­hen folg­ten mit kniff­li­gen Fra­gen, wer z.B. einen frei­en Platz im Bus erhal­ten oder wie man auf einen ras­sis­ti­schen Über­griff eines Freun­des reagie­ren soll­te.

Am Ende rauch­ten die Köp­fe und doch hat­ten alle ein brei­tes Grin­sen im Gesicht. Wie gut, dass das Team auch Geträn­ke und Kek­se als Ner­ven­nah­rung mit­ge­bracht hat­te.

Am 2. April geht QUARARO in der Pilot­re­gi­on Heil­bronn geför­dert von der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung offi­zi­ell an den Start und kann dort von Jugend­grup­pen, Schul­klas­sen und Work­shops aus­ge­lie­hen wer­den. Die Buchung einer*s QUARARO-Trainers*in ist auch mög­lich. Zwei Spie­le wer­den auch in Stutt­gart zum Aus­lei­hen erhält­lich sein und ein Spiel geht sogar den wei­ten Weg bis ins Büro der RAA nach Ber­lin. So kön­nen auch die Ber­li­ner und Ber­li­ne­rin­nen QUARARO spie­len.

Wir dan­ken dem Forum der Kul­tu­ren und dem Stadt­ju­gend­ring für die Gele­gen­heit QUARARO spie­len zu kön­nen und freu­en uns schon auf ein nächs­tes Mal.