Der 1. Juli ist seit 2009 der Gedenk­tag an die Ermor­dung der 32jährigen schwan­ge­ren Mar­wa El‐Sherbini in einem Gerichts­saal in Dres­den. Die­ser Tag hat sich mitt­ler­wei­le zum offi­zi­el­len Tag gegen Anti­mus­li­mi­schen Ras­sis­mus ent­wi­ckelt und Initia­ti­ven und Ver­ei­ne orga­ni­sie­ren über das Claim‐Allianz‐Netzwerk Gedenk‐ und Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen, Aktio­nen rund um das The­ma Tole­ranz und Islam­feind­lich­keit und laden Inter­es­sier­te dazu ein, teil­zu­neh­men. JUMA Baden‐Württemberg hat sich an der dies­jäh­ri­gen Kam­pa­gne #Hass­Hat­Kein­Herz betei­ligt und die Fra­ge beleuch­tet, wel­che Rol­le Medi­en an ras­sis­ti­schen Über­grif­fen haben und wie man Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung als jun­ger Mensch begeg­nen kann. Dazu haben sie die Exper­tin Prof. Dr. Sabi­ne Schif­fer zu einem Meet & Talk nach Stutt­gart ein­ge­la­den.

Der Abend wur­de eröff­net von zwei Jumaner*innen, die den Hin­ter­grund zur Ein­la­dung erklär­ten und kurz JUMA vor­stell­ten. Frau Schif­fer stellt im Anschluss den Fall von Mar­wa El‐Sherbini vor und frag­te die Anwe­sen­den nach ihrem Wis­sen. Erfah­rungs­ge­mäß ver­mi­schen sich Infor­ma­tio­nen und ent­wi­ckeln ein Eigen­le­ben und die Abfra­ge mach­te deut­lich, wel­che Infor­ma­tio­nen in der Gemein­schaft kur­sier­ten, wel­che davon rich­tig waren und wo sich Feh­ler in der Dar­stel­lung ein­ge­schli­chen hat­ten. Eini­ge Details waren den Meet & Talk Gäs­ten neu und gleich­zei­tig scho­ckie­rend z.B. ging das Bild eines “lee­ren Gerichts­saal in dem der zwei­jäh­ri­ge Sohn in der Blut­la­che sei­ner Eltern saß” einer Teil­neh­me­rin beson­ders zu Her­zen.

Nach der Klä­rung der tat­säch­li­chen Ereig­nis­se konn­ten sich die über 40 Gäs­te im Rah­men einer Fish‐Bowl direkt mit ihren Fra­gen an Frau Schif­fer wen­den. Student*innen der Medi­en­wis­sen­schaf­ten stell­ten zu ihrem Fach­ge­biet inter­es­san­te Fra­gen, die die Refe­ren­tin als Lei­te­rin des Insti­tuts für Medi­en­ver­ant­wor­tung und Exper­tin für Medi­en­päd­ago­gik beson­ders gut beant­wor­ten konn­te.

Wir dan­ken Frau Schif­fer für die­sen berei­chern­den Abend und neh­men vie­le neue Erkennt­nis­se mit.